Aller Anfang ist schwer. Wo hin in einer kleinen Wohnung? Es handelt
sich hier um eine schlichte Zweiraumwohnung, gerade mal 55 qm. Erste
Ideen liefen auf eine Seilzugkonstruktion hinaus, welche die Platte
(2,60 x 2,80) hoch und runter bringen sollte. Leute, lasst euch sagen,
vergesst diese Idee sofort wieder. Es gibt wohl nichts komplizierteres,
als so etwas. Gewicht zu hoch, gleichmäßiges hochziehen der Anlage ging
auch nicht und noch vieles mehr. Es war keine gute Idee. Letztendlich
handelte es sich hier nur um das reine Plattengewicht. Nachgedacht hin
oder her, das Bett muss hoch. Ab zum Baumarkt, Material holen und sägen,
bohren, schleifen... Fertig war das Hochbett und Platz für unseren Traum
von der eigenen Anlage!
Nach dem Bett ging es wieder zum Baumarkt, Material
für die Anlage musste her und das war nicht wenig. Die Maße der Anlage
sollten 2,80cm x 2,60cm sein, nicht sehr groß aber ausreichend. Im
Baumarkt wurden Leisten, Kanthölzer, Winkel und Bodenplatten geholt. Ein
einfaches Grundgerüst der Anlage entstand, Rechteckig mit den Leisten
und Zwischenstreben sowie stabilen Holzplatten. Das Grundgerüst stand,
aber Platz fehlte noch immer. Also was tun? Eine zweite Ebene auf der
eigentlichen Hauptplatte sollte weiteren Platz für Gleise schaffen.
Geschaut und informiert, wie lang der Weg sein muss, um einen Anstieg zu
einer zweiten Ebene zu schaffen. In der Regel sollte auf 1m nur 4cm
Anstieg eingehalten werden. Leider kann bei einer so kleinen Platten
darauf recht wenig Rücksicht genommen werden. Die aufgesetzte Platte
hatte nun eine Höhe von 10 cm.
Sicher kommt nun die Frage auf, wieso denn 10 cm und nicht fünf oder
acht?
Nach ausgiebigen Probefahrten entstand dieses Maß aufgrund der Gleishöhe
und der Stromabnehmerhöhen zur oberen Platte. Schließlich soll ja noch
die Fahrleitung eingezogen werden, wo dann später der Stromabnehmer
nicht auf dem Dach liegen soll.
Der entstehende Raum unter der aufgesetzten Platte dient uns nun
als Schattenbahnhof mit drei Gleisen zur Abstellung und einem
durchgehenden Hauptgleis, welches eine normalen Kreis auf der
Hauptplatte verbindet.
Aus unserer Erfahrung im Beruf sind wir auf der
Idee gekommen, dass es ja auch Steilstrecken im Bahnnetz gibt (Freilassing-Berchtesgaden
z.B.). Was blieb uns übrig, bei knapp 2m Platz. Da bei uns auf der
Anlage nur Züge der Epoche V und aufwärts verkehren werden, gingen wir
davon aus, die schaffen das schon. Die Möglichkeiten, lange Züge zu
fahren war ja von der Plattengröße sehr begrenzt.
Bevor jedoch die zweite Ebene gesetzt werden kann,
musste noch Gleise verlegt werden. Es sollten zwei Ovale werden, die als
Abstellung (Schattenbahnhof) genutzt werden können und ein
"HGV-Gleis" für durchfahrende Züge. Schnell stellte sich aber heraus,
dass die Gleisradien R3 und R4 nicht optimal waren. Einige Wagen und
Züge sind entgleist oder am anderen Zug hängen geblieben. Darum lasst
euch raten, kontrolliert richtig, ob all eure Züge durch die Kurven
kommen. Abhilfe können Distanzstücke bringen.
Da der obere Bereich (zukünftig Bahnhof Nussloch)
schwer zugänglich ist, galt es, diesen als ersten zu gestalten. Mehr
dazu unter der Kategorie Bahnhöfe / Nussloch.